24. September 2008 um 4:54 pm · Abgelegt unter Finance, Law
Wann ist sie endlich da, die Unternehmergesellschaft (UG) auch bekannt als mini-GmbH.
Der Schritt von der Idee bis zur Unternehmensgründung ist bekanntlich kein kurzer und sollte es auch nicht sein. Neben der Formulierung eines Businessplans, der später als Planungswerkzeug dient, und der Klärung der Finanzierung ist die Wahl der Rechtsform für das zukünftige Unternehmen eine der schwierigsten Fragen. Fragen wie “fang ich klein an und pass mich später an?”, “lohnt sich der Aufwand?” oder “hafte ich mit meinem persönlichen Vermögen?” begleiten die Recherche nach der passenden Rechtsform.
Nach längerer Suche haben sich drei Rechtsformen in den Favoritenkreis gedrängelt: Die englische Limited, der Einzelunternehmer und die GmbH.
Was sind die Vor- und Nachteile?
Zusammengefasst bietet das Einzelunternehmen den wenigsten Aufwand, allerdings auch Nachteile in der Kapitalbeschaffung und der Haftbarkeit. Die Limited geniesst kein großes Vertrauen in Deutschland, schützt aber privates Vermögen und hat keine allzu großen Kosten bei der Gründung. Die GmbH ist in Deutschland sehr angesehen und ermöglicht so den leichteren Zugang zu Fremdkapital, schließt die private Haftung aus, ist buchhalterisch aufwändiger als das Einzelunternehmen und verlangt ein Stammkapital von mind. 10000 Euro.
Die Wahl der Rechtsform hat wesentliche Auswirkungen auf die spätere Geschäftsentwicklung. Ideal wäre also eine angesehene Rechtsform, mit Haftungsausschluss (bspw. bei Insolvenz des Unternehmens), möglichst geringem buchalterischem Aufwand und niedrigen Gründungskosten.
Zwei neue Rechtsformen, die UG und die Societas Privata Europaea (SPE), scheinen daher die bisher geeignetsten für viele junge, mittelständische Gründungen zu werden.
Die UG kombiniert, genauso wie die SPE, die Eigenschaften von GmbH und Limited, wobei es kleinere Unterschiede gibt. Leider wird es die SPE erst 2010 eine Option, wenn die lange Reise durch alle europäischen Behörden genommen ist, weshalb die UG aktuell die spannendste Entwicklung ist.
Wie funktioniert die Unternehmergesellschaft?
Die UG ist auch unter dem Namen mini-GmbH bekannt, da sie eine ähnliche Rechtsgrundlage wie die GmbH hat. Allerdings entfallen einzelne bürokratische Akte und die Gründung kann bereits mit einem Euro Stammkapital vollzogen werden. Vorraussichtlicher Termin für die erstmalig mögliche Gründung als UG ist der 01.November 2008, also Daumen drücken und UG gründen.
Wer mehr zum Thema lesen möchte, hier ein paar Links:
Artikel bei Förderland
Europäisches Mittelstands Portal
Viel lesenswertes zum Thema Existenzgründung
11. Juli 2008 um 8:09 pm · Abgelegt unter Allgemeines, Finance, Geschäftsideen, Human Resources, Law, Marketing, Public Relations
Gleichzeitig mit der Formulierung des Businessplans beginnt das Business.
http://www.universitybusinessangel.de ist das erste Projekt das gestartet wird. Ziel ist es, eine studentische Organisation zu gründen, die eine Verknüpfung zwischen jungen Start-ups und privaten Risikofinanzgebern fördert.
Zugegeben- dieses Projekt ist nicht ganz uneigennützig, aber dennoch gut. Gelingt diese erste Unternehmung, entsteht der Nebeneffekt, dass meine eigene Unternehmensgründungen deutlich bessere Chancen haben, an dieses Kapital zu kommen. Dieser Effekt potenziert sich im Idealfall und setzt eine flächendeckende Verknüpfung junger Unternehmer und Business Angeln in Gang, die sich binnen kurzer Zeit an allen deutschen Universitäten ausbreitet und mittelfristig auf andere Länder auswirkt.
Was ist neu? Es gibt doch zahlreiche Business Angel Netzwerke, die Kapitalgebern gute Ideen vermitteln. Ja, die gibt es, aber warum versuchen wir es nicht rückwärts?
Was sind die Vor- und Nachteile? Erstmal fehlt der Kontakt zu Business Angeln, das ist aber auch schon der einzige Nachteil. Vorteile gibt es dagegen einige.
- Gründerteams oder Gründer sind aktuell isoliert. Sie bauen auf eigene soziale Netzwerke bei der Suche nach Mitarbeitern. Das könnte durch die Netzwerkbildung auf Seiten der Gründer geändert werden.
- Business Angel Netzwerke bilden sich aus Menschen, die sich bereits als Business Angel definieren. Durch die Gründung der University Business Angel werden hunderttausende potenzieller Neu-Business Angel für das Thema interessiert.
- Fortbildung und Erfahrungsaustausch findet konzentriert auf Seiten der Gründer statt.
- Erfolgreiche Gründer aus den Reihen der University Business Angel werden selbst zu zukünftigen Business Angeln
- usw.
Die aktuellen Fortschritte des Projektes findet ihr auf der bereits registrierten Homepage. Jeder ist herzlich eingeladen zu kommentieren, Unterstützung anzubieten oder Mitgliedschaftsanträge zu stellen. Gründungsdatum der University Business Angel ist der 01.Oktober da kurz darauf das neue Semester beginnt und eine erste Gruppe an der Hamburger Universität entstehen soll.
Gebraucht werden:
- Juristen und Menschen, die sich mit Vereinsgründungen auskennen
- Studenten der Universität Hamburg, die Interesse an der Gründung haben
- Eine Schirmherrin mit entsprechenden Erfahrungen und guten Kontakten
- Designer und Programmierer, die bei der Entwicklung der Marke, des Internetauftritts und benötigter Software (Intranet, CRM-Software, Knowledge-Base etc.) mitarbeiten.
- Sprachrohre (Hey, das kriegt jeder hin)